Krisenvorsorge und Notfallplanung



Ein Thema, welches von vielen Seiten belächelt wird und mit einem Kopfschütteln abgetan wird. Jedoch weist selbst der Bund darauf hin, dass dies eine Notwenigkeit ist. Für Fragen zu dieser Thematik, stehen wir gerne zur Verfügung. Kontaktformular





Krisenvorsorge und Notfallplanung

Für viele Menschen ist klar, dass unsere Infrastruktur einwandfrei funktioniert und es auf jeden Fall massive unvorhergesehene Stör- und Problemfaktoren benötigt, um diese reibungslos funktionierenden Abläufe ins Stocken zu bringen. Diese Stützpfeiler unserer Gesellschaft sind für den Normalbürger und Stadtbewohner absolut selbstverständlich und nicht mehr wegzudenken.

Dinge wie die Energieversorgung, Wasserversorgung, uneingeschränkten Informationsfluss, Verkehrsinfrastruktur und Transport, Abfallbeseitigung, Lebensmittelversorgung, Pharmaindustrie und das Gesundheitssystem sind aber nicht nur jedes in sich hochkomplexe und sensible Strukturen, sondern funktionieren nur Hand in Hand mit den anderen genannten Stützpfeilern unserer modernen Gesellschaft.
Im Normalfall funktionieren diese Systeme reibungslos und korrekt. Dem verdanken wir nicht zuletzt unseren Wohlstand und den Komfort, der nicht in jedem Land in diesem Masse zu finden ist. Die Systeme haben aber auch Schwachstellen, insbesondere die wirtschaftlich optimierten und effizienten just-in-time Abwicklungs- und Lieferprozesse, mit denen der Grossteil unserer Versorgungskanäle arbeiten, lassen wenig Spielraum für Unvorhergesehenes zu.

Ein hierzu passendes, aber noch relativ harmloses Beispiel, welches mich jedes Jahr wieder zum Staunen bringt, ist der erste Schnee, zumeist während der Herbstzeit. Wir leben in einer Region, wo jährlicher Schneefall nichts neues ist, sondern als völlig normal erachtet werden kann. Dennoch bricht immer ein heilloses Durcheinander aus, wenn sich eines Morgens unser Land in weisser Farbe präsentiert. Der Öffentliche Verkehr bricht stellenweise kurzzeitig zusammen und auf den normalerweise sowieso überfüllten Strassen bilden sich kilometerlange Blechlawinen. All dies kostet als Gesamtheit eine Unmengen von Geld, Zeit und Energie. Und nur wegen 7cm Neuschnee.
Bei solchen Geschehnissen wird schnell klar, dass unser System doch nicht so stabil ist, wie es scheint.

Aber selbstverständlich werden Vorsichtsmassnahmen oder nur schon Gedankenspiele im Sinne von "was wäre wenn...", belächelt und als Spinnerei abgetan.
Man stelle sich vor, dass die Stromversorgung für eine längere Dauer aussteigt.
Einige Tage ohne Stromversorgung würde verheerende Folgen mit sich ziehen. Ohne Strom, bricht das Bahnnetz zusammen und somit ein wesentlicher Anteil des Materialflusses. Benzinpumpen steigen aus und das Resultiert auch im Zusammenbruch des Strassennetzes. Und schon sind wir wieder im Mittelalter. Doch das sind nur 2 Punkte auf der langen Liste von gravierenden Einschränkungen. Ohne Benzin in den Lastwagen und ohne Bahnnetze wird die weitere Versorgung von Treibstoff, Energie und Lebensmittel ebenfalls unterbunden. Somit werden die Läden, innert 2 Tagen leer sein, zumal die elektronisch gesteuerten Türen alle zu sein werden und manuell aufgemacht werden müssen, die Kühlanlagen ausfallen und binnen Stunden alles aufgetaut ist und die Regale mit lang haltenden Lebensmitteln von den ersten Käufern gänzlich weggekauft werden.
Die Wasserpumpen könnten ausfallen und ohne fliessendes Wasser wird das grosse Chaos erst richtig losgehen.

Schwer vorstellbar, dass unsere friedlichen und säuberlich herausgeputzten Strassen dann gefüllt sein werden mit hilflosen und wütenden Menschen, welche sich um ihre eigene Familie sorgen und nicht mehr so freundlich und zuvorkommend sein werden, wie ein paar Tage zuvor. Man wird nicht mehr zur Arbeit gehen können und es auch nicht mehr wollen. Aber dies wirkt eigentlich auch nicht unterstützend, sondern bewirkt eine Verschlechterung des Zustandes. Spitäler werden ebenfalls mit riesen Problemen konfrontiert, denn sie werden nicht nur überfüllt sein, sondern die Notstromaggregate halten auch nur begrenzt und laufen meist mit Diesel, welcher ja fehlt. Wichtige Medikamente fehlen und auch die notwendigen Maschinerien werden nicht wie gewohnt funktionieren. Es würde Verletzte, Tote und Hungernde geben und für einmal wären es nicht nur Sensationsschlagzeilen in der morgendlichen Zeitung, welche nach einigen Tagen langweilig und uninteressant werden, sondern es wäre die Realität. So könnte sich ein solcher Albtraum entwickeln.

Natürlich gibt es bundesweite Organisationen, Szenarien und Gegenmassnahmen, ebenso immense Lager, die als Puffer wirken können. Zum Glück werden solche Massnahmen getroffen und vielleicht wird das obenstehende Szenario doch nicht so schlimm ausfallen, denn dies zu unterbinden ist ja gerade das Ziel der Gegenmassnahmen. Nur wäre dies auch für die Unterstützer, Planer und Verwalter etwas Neues, denn solch ein Event ist seit langer Zeit nicht mehr eingetreten. Hier. Anderswo ist es die Tagesordnung. Ich glaube, dass sehr gute und wohlüberlegte Massnahmen in die Wege geleitet wurden, aber auch, dass die Umsetzung nicht perfekt ablaufen wird und dass die Reaktionszeit von drei Tagen nicht eingehalten werden kann. Zudem werden diese "Puffer" und Notlager nur eine Gewisse Zeit für Überbrückung sorgen.

Deshalb fordert der Bund selbst jede Privatperson auf, sich selbst mit einigen der wichtigsten Komponenten einzudecken und vorbereitet zu sein.



Es also abschliessend zu erwähnen, dass das obengenannte Szenario nicht zwingendermassen so ablaufen muss. Dies hängt aber unter anderem auch von der Bevölkerung ab. Das ist ein Grund mehr, sich an solche Richtlinien zu halten, denn hätte jeder seine Hausaufgaben gemacht und sich entsprechend vorbereitet, könnte man in diesem Szenario ruhig zuhause bleiben und warten, bis das Licht wieder angeht.
Es macht also Sinn, sich mit dem Thema zu befassen, die Familie miteinzubeziehen und einige Massnahmen zu treffen. Dies heisst nicht, dass man im Keller Tonnen von Vorräten lagern muss, insbesondere nicht Dosen und High-Tech Essen, das man im Alltag nie essen würde. Viel besser ist, wenn ein kleines Durchlauflager aufrecht erhalten wird mit Grundnahrungmittel. Ganz nach dem Prinzip "store what you eat - eat what you store". Also genau das Lagern, was man im Alltag auch isst und dies dann nach und nach konsumieren. Die neu Eingekauften Lebensmittel kommen danach wieder "hinten" ins Lager. Somit ist immer ein konstanter Vorrat gewährleistet.