Forest Products



Hier sind einige kleine Projekte zu sehen, was so alles selbst hergestellt werden kann im Wald.






Die Entstehung eines Löffels

Komischer Titel; aber genau darum geht es in diesem Post. Ein Löffel in der Natur zu machen, ist nicht mal so schwer, wie man es denken mag. Der Löffel ist lediglich ein Beispiel und steht stellvertretend für alle "ausgehöhlten" Holzbehältnisse.
Nach dem gleichen Verfahren können auch Teller, Schalen oder Töpfe aus Holz hergestellt werden. Wie wir wissen, sind Behältnisse enorm wichtig für die Nahrungsaufbereitung und Wasserdesinfektion und dienen natürlich als zentrales Aufbewahrungsmittel und Kochutensil.

Behälter aus Holz, die man zum aufkochen benutzen möchte, kann man natürlich nicht einfach über das Feuer stellen. Man muss zu aufwändigeren Techniken, wie dem Steinkochen, zurückgreifen. Man erhizt also Steine im Feuer und wirft diese dann ins Wasser, das sich im Holzbehälter befindet. Es ist eine sehr effektive Lösung, wenn auch weniger komfortabel als ein Edelstahltopf über dem Feuer.

Nun aber zum Herstellungsprozess:


Als erstes muss natürlich ein geeignetes Holz gefunden werden, wleches sich geometrisch für das gewünschte Produkt eignet.
Im Falle eines Löffels habe ich eine Esche (Harzholz) gefunden, die sich perfekt für mein Vorhaben eignete. Nun wird ein Stück zugeschnitten. Da der Löffel relativ klein ist, habe ich den Holzrohling längs gespalten, sodass weniger Arbeit entsteht.


Jetzt beginnt der Ausbrennprozess. Ein Hakenförmiges Schnitzermesser würde auch Funktionieren, aber dies war nich zur Hand. Also muss die konkave Aushöhlung ausgebrannt werden. Das Ausbrennen geschieht mit glühender Holzkohle aus einem Feuer.
Wichtig ist, dass der Löffel nur ganz langsam, Millimeter für Millimeter ausgebrant wird. Dabei dürfen keine Flammen entstehen, da sich sonst im Holz Risse bilden und das Objekt zerstören und undicht machen.


Die ganze Prozedur braucht vor allem Geduld, da man immer wieder neue, heisse Kohle nachlegen muss und so Schicht für Schicht ausbrennt, die verkohlte Oberfläche auskratzt und abschabt und dann neue Kohle darauflegt.


Schlussendlich werden dann die Konturen des Endprodukts geschnitzt. In unserem Falle ist die eine klassische Löffelform.


Das Ergebnis lässt sich sehen, auch wenn es nun noch geschliffen werden könnte. Die möchte ich jedoch nicht, denn ich mag den groben self-made look.

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Tea Time

Der bald nahende Herbst und die vielen noch blühenden und grünenden Pflanzen haben mich veranlasst in den letzten Tagen mehrere Male laufen zu gehen auf den Wiesen in unmittelbarer Waldnähe. Dabei hatte ich Handschuhe und eine Baumwolltüte, denn ich hatte auf den Spaziergängen ein klares Ziel: Kräuter sammeln. Natürlich pflanzen wir normalerweise auch zu Hause jährlich Kräuter an, jedoch suchte ich wilde Pflanzen, welche man auch nicht unbedingt im Garten findet. Brennnesseln, Schafsgarbe und Spitzwegerich waren mein primäres Ziel.
Ich möchte ausdrücklich darauf Hinweisen, dass ich KEIN Fachlich fundiertes Wissen über den nachfolgenden Text besitze. Bevor Sie diese Kräuter ebenfalls gleichermassen Verarbeiten wollen, konsultieren Sie einen Arzt. Die folgenden Thesen sind Annahmen meinerseits und dürfen nicht als bare Münze genommen werden.

Die Brennnessel wirkt soffwechselanregend, blutanregend und blutbildend. Sie hilft gegen Arthrose, Arthritis, Prostatabeschwerden, Blasenprobleme und entzündliche Darmerkrankungen. Sie ist relativ stark harntreibend, reinigend hat einen grossen Eisengehalt.
Genau deshalb ist sie eine sehr Wertvolle Pflanze, auch wenn Sie bei vielen Menschen eher negative Emotionen auslöst, aufgrund ihrer brennenden Häärchen auf den Blättern. Sie wächst meist an Waldrändern und Lichtungen und zeigt sowohl fruchtbare Erde an, als auch Wasseradern.
Spitzwegerich ist ein Alleskönner, der Seinesgleichen sucht. Er ist nicht nur ein wichtiges Kräuterheilmittel, sondern hat gute wundheilende Wirkungen! Spitzwegerich wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, schleimlösend und blutstillend. Es findet Verwendung bei Durchfall, Husten, Asthma, Bronchitis, Leberschwäche, Erkältung, Quetschungen, blutenden Wunden, leichten Verbrennungen und Insektenstichen.
Beispielsweise können Blüten und Blätter als Tee aufgekocht werden, oder bei äusseren Verletzungen kann man die Blätter verreiben oder zerkauen und dann auf die Wunde legen und fixieren.



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ash-cake

Das Brot, welches ich praktisch jedes Mal backe, wenn ich draussen bin ist der so genannte ash cake oder fire cake.
Es ist eine Art Fladenbrot und so ziemlich das einfachste Rezept für einen Teig. Ash cake wurde typischerweise im 18. Jahrhundert von Jägern, Soldaten und Froniersmen gemacht.
Einfach ca 500g Mehl nehmen, 1 bis 2 Teelöffel Salz, falls vorhanden ebensoviel Olivenöl oder Ähnliches.
Danach mit 1 bis 2 dl Wasser mischen und alles zu einem dicken Teig zusammenkneten. Danach formt man kleine, dünne Fladen, die wie Pancakes ausehen. Diese Fladen kann man direkt in die Kohle legen. Am besten sind die heissen, orange glühenden Kohlestücke, welche bereits mit einer dünnen Potascheschicht überzogen sind. Man muss den Teig immer gut im Auge behalten und nach einigen Minuten auf jeder Seite, sollten diese goldbraun gebacken sein. Man wird schnell merken, dass die Asche und Kohle erstaunlicherweise nicht am Teig kleben bleiben und man wirklich ein tolles Brot machen kann ohne Utensilien.








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